So wie es ist, muss es nicht bleiben! Klassenkampf in die Offensive – für den Kommunismus!
Aufruf zur ersten revolutionären Vorabenddemo in Tübingen 2026
Eine Schreckensmeldung jagt die nächste und anstatt morgens in der Zeitung zu blättern, will man sie am liebsten direkt wieder zuschlagen. Angriffe auf Nigeria, Venezuela und wenige Wochen später Bomben auf den Iran, der andauernde Genozid in Gaza und der Krieg in der Ukraine, Klimakrise. Währenddessen will die deutsche Regierung das Land und seine Wirtschaft auf Krieg vorbereiten: Wehrpflicht, Sondervermögen für Bundeswehr und Straßenbau, Kürzungen bei Sozialer Arbeit, Grundsicherung, Kultur, öffentlichem Nahverkehr und Frauen zurück ins Private. Die Autoindustrie wird mehr und mehr zur Rüstungsindustrie umgebaut oder von Waffenproduzenten aufgekauft. 100.000e Kolleg:innen verlieren ihren Arbeitsplatz. Die Arbeitsplätze, die bleiben, haben ihren Preis: Lohnverzicht, verschlechterte Arbeitsbedingungen und die stetige Angst, wann man wohl selbst dann dran ist.
Der Kapitalismus stürzt uns von einer in die nächste Krise und beantwortet sie mit noch mehr Gewalt und Chaos. Denn die „Lösung“ der Kapitalist:innen ist schonungsloser Klassenkampf von oben, getarnt als „sozialverträglich“, beschönigt als Verlagerung in „best cost-Länder“ oder versteckt im Märchen vom „gemeinsamen Boot“. Die Herrschenden greifen den Acht-Stunden-Tag und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall an. Und versuchen dann abzulenken, indem sie mit dem Finger auf Arbeitslose, queere Personen und Migrant:innen zeigen.
Und das alles, obwohl zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit genug für alle da wäre. Doch solange wir im Kapitalismus leben, regiert Geld die Welt. Alles wird dem Profit untergeordnet, die Krise auf unserem Rücken ausgetragen. Damit wird erst Schluss sein, wenn wir dieses System überwunden haben.
Der Kampftag unserer Klasse, der 1. Mai, wurde von einer kämpferischen Arbeiter:innenbewegung ins Leben gerufen. Er steht wie kein anderer Tag für die Kämpfe gegen ein System der Ausbeutung und Unterdrückung. Weltweit gehen an diesem Tag Menschen auf die Straße. Der Charakter dieses Tags und die historischen Erfolge unserer Bewegung erinnern uns jedes Jahr an drei wichtige Dinge:
1. Wir müssen uns daran erinnern, wer der eigentliche Feind ist. Wessen Bedürfnisse widersprechen sich mit unseren? Die des Kapitals. Unser Platz ist an der Seite der Ausgebeuteten und Unterdrückten auf der ganzen Welt.
2. Der Kapitalismus ist kein Naturgesetz. So wie es ist, muss es nicht bleiben.
3. Wenn wir uns zusammenschließen, können wir Berge versetzen. Wir haben eine Welt zu gewinnen, für die es sich zu kämpfen lohnt!
Sozialismus statt Barbarei
Die Welt, wie wir sie kennen, gerät ins wanken. Die Zeit rast und hält uns eine Krise nach der nächsten bereit. Das Wohlstandsversprechen des Kapitalismus zerfällt Stück für Stück und die andauernden Krisenmeldungen lassen die Zustimmung zum Status Quo mindestens schwanken. Es ist offensichtlich: so wie es ist, darf und kann es nicht bleiben.
Genau dort öffnen sich jetzt Räume und Potenzial für kommunistische Ideen – für ein Zukunftsszenario, das konsequent mit diesem Elend bricht. Im Sozialismus gehören Fabriken und Krankenhäuser uns Arbeiter:innen, wir entscheiden was und wie viel von wem wie produziert wird. Gesundheit ist keine Ware mehr, imperialistische Kriege gehören der Vergangenheit an und die Gesellschaft ist nach den Bedürfnissen der Mehrheit organisiert – nicht nach dem Profit einer Weniger.
Um diese Ideen sichtbarer zu machen, rufen wir dieses Jahr, in Ergänzung zur 1. Mai-Demonstration vom DGB und der antikapitalistischen Beteiligung an dieser, zu einer eigenen revolutionären Vorabenddemo auf. Nur wenn wir unsere eigene, kämpfende Seite aufbauen, können wir Gegenmacht entwickeln. Am 1. Mai und jedem anderen Tag im Jahr. Denn kein Betteln und kein Appell bringt uns zu dieser befreiten Gesellschaft. Nur eine Arbeiter:innenbewegung, die kämpft, macht diesen Traum zur Wirklichkeit. Deshalb rein in die Kämpfe und Streiks, die unsere Klasse tagtäglich gegen die Angriffe von oben führt! Auf die Straße gegen Krieg, Krise und Faschismus!
Mit der Liebe zum Kampf – für Frieden, Revolution und für den Kommunismus!
Revolutionäre Vorabenddemo: 30. April | 18 Uhr | Jugendherberge
Antikapitalistische Beteiligung an der DGB-Demonstration: 1. Mai | 10:30 Uhr | Europaplatz
Internationalistisches 1. Mai-Fest: 1. Mai | Im Anschluss an die DGB-Demo, Programm ab 13 Uhr | Nauklerstraße 50



