+++ 150 Menschen auf der revolutionären Vorabenddemo in Tübingen +++ Aktion mit Fahnen von verbotenen Organisationen +++ Redebeiträge von kämpferischen Gewerkschafter:innen, der Internationalistischen Kommune & der Kommunistischen Aktion Tübingen +++
„Am 1. Mai revolutionär auf die Straße“ – unter diesem Motto haben wir dieses Jahr das erste Mal zur revolutionären Vorabenddemo in Tübingen aufgerufen! Gemeinsam mit 150 Menschen sind wir heute auf die Straße gegangen und haben dabei einen Fokus auf die aktuellen Kämpfe hier vor Ort, aber auch auf die des internationalen antiimperialistischen Widerstands gelegt.
Ab 18 Uhr versammelten wir uns vor der Jugendherberge in Tübingen. Die Kundgebung wurde von zwei kämpferischen Gewerkschafter:innen mit einer Rede eröffneten. Sie betonten, dass wir dort kämpfen müssen, wo unsere Klasse ist – also eben auch in den Betrieben und Gewerkschaften! Sie haben aufgezeigt, dass wir den Konflikt mit den Kapitalist:innen suchen und auch gewinnen können. Denn es gibt eine Alternative zur ewigen Sozialpartnerschaft der DGB-Gewerkschaften: den Klassenkampf von unten organisieren!
Darauf folgte ein Grußwort der internationalistischen Kommune aus Rojava – einer Struktur, in der junge Leute aus der ganzen Welt zusammenkommen, um von der kurdischen Revolution zu lernen, selbst Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv in das Leben der Selbstverwaltung einzubringen.
Die Kundgebung wurde beendet von unserem Redebeitrag als Kommunistischen Aktion Tübingen. In diesem hoben wir die Notwendigkeit hervor, unsere eigene Seite im konkreten Kampf aufzubauen. Denn dort entsteht Gegenmacht: in den kleinen und großen Kämpfen – sie entsteht, wenn wir uns gegen unsere Chefs im Betrieb zusammenschließen, wenn wir Nazis blockieren, feministisch streiken, die Kapitalist:innen hier vor Ort direkt angreifen oder wenn wir wochenlang den Kampftag unserer Klasse vorbereiten und dann am 1. Mai gemeinsam auf die Straße gehen. Echte Schlagkraft entwickeln wir dann, wenn wir mehr werden und all das bewusst, organisiert und mit Kontinuität tun, als Arbeiter:innenbewegung – als Klasse.
Nach der Kundgebung zogen wir als laute und selbstbewusste Demo durch Tübingen. Aus dem Block heraus wurde Rauch gezündet und Fahnen der verbotenen Organisationen Samidoun, PKK, KPD und RAF geschwungen. Revolutionäre Kämpfe werden nicht dadurch gewonnen, dass man der herrschenden Ordnung folgt. Dies ist und bleibt dem bürgerlichen Staat ein Dorn im Auge und er versucht, uns durch seine Repressionen und Verbote klein zu halten. Wir bleiben solidarisch mit und lernen von allen, die den Kampf gegen Kapitalismus, Imperialismus, Faschismus und Patriarchat führen und geführt haben – auf allen Ebenen, mit allen Mitteln.
Heute waren wir als Revolutionär:innen in Tübingen auf der Straße. Eins ist schon sicher: das werden wir wieder tun und weiterhin aufzeigen, dass es eine Welt mit einem guten Leben für uns alle geben kann. Voller Motivation, die wir aus dem heutigen Abend geschöpft haben, heißt es morgen: alle heraus zum 1. Mai – auf die Straße gegen Krieg, Krise und Faschismus!
Für den Kommunismus!
















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